Kita Karl-Korn-Straße ✍ Unterschreiben
Elterninitiative · Köln-Südstadt

Zukunft?
Gestrichen.

Noch können wir das ändern.

Unsere städtische Kita soll schließen – obwohl eine Lösung auf dem Tisch liegt. Betroffen wären rund 50 Kinder in der Südstadt.

Unsere Kita Karl-Korn-Straße soll schließen.
Obwohl eine Lösung möglich ist.

Seit über 40 Jahren ist die städtische Kita Karl-Korn-Straße ein Zuhause für Familien in der Kölner Südstadt. Jetzt droht die Schließung – mitten im laufenden Kita-Jahr.

Der Mietvertrag endet am 31. März 2027. Ohne Einigung müsste die Einrichtung wegen bestehender Rückbauverpflichtungen sogar bereits zu Weihnachten 2026 geräumt werden. Davon betroffen wären rund 50 Kinder.

Dabei liegt eine Lösung auf dem Tisch: Der Eigentümer des Gebäudes ist gesprächsbereit und hat sich zuletzt erneut auf die Stadt zubewegt. Aktuell wird eine Beschlussvorlage zur weiteren Anmietung vorbereitet.

Doch diese Vorlage droht an verwaltungsinternen Hürden zu scheitern. Wir wollen das verhindern.

Petition unterschreiben

Worum geht es?

Die Kurzfassung

  • Die Kita ist vollständig ausgelastet.
  • Jedes Jahr müssen Familien abgewiesen werden.
  • Das Jugendamt benötigt den Standort weiterhin.
  • Der Eigentümer ist bereit, den Vertrag zu verlängern.
  • Trotzdem droht die Schließung.
Warum?

Weil die Lösung an verschiedenen verwaltungsinternen Vorgaben scheitern könnte.

Was steht auf dem Spiel?

Was bedeutet die Schließung für Familien?

Für viele Kinder ist die Kita Karl-Korn-Straße ihr tägliches Umfeld, ihre Gemeinschaft und ein wichtiger Teil ihres Alltags. Eine Schließung würde bedeuten:

  • Wechsel der Einrichtung mitten im Kita-Jahr
  • Verlust vertrauter Bezugspersonen
  • Auflösung gewachsener Gruppenstrukturen
  • zusätzliche Belastungen für Eltern und Familien

Besonders für die Vorschulkinder wäre ein Wechsel wenige Monate vor der Einschulung eine erhebliche Belastung.

Ein strukturelles Problem

Warum droht die Schließung trotz hoher Nachfrage?

Die Beschlussvorlage zur weiteren Anmietung muss mehrere Verwaltungsstellen durchlaufen. Jede Stelle bewertet dabei ihren eigenen Aufgabenbereich. Dabei entstehen mehrere Hürden:

1

Die Statistik sagt „Überversorgung“

Nach der städtischen Bedarfsplanung gilt der Bezirk rechnerisch als ausreichend versorgt. Gleichzeitig muss die Kita jedes Jahr Familien abweisen.

2

Die Mietvorgaben passen nicht zur Realität

Die städtischen Vorgaben für Bestandsanmietungen berücksichtigen die Mietpreise in der Kölner Südstadt nur unzureichend. Das Angebot des Eigentümers liegt im Rahmen vergleichbarer Kita-Neubauten, wird aber formell als Bestandsanmietung bewertet.

3

Die Haushaltslage erschwert Entscheidungen

Die angespannte Haushaltslage der Stadt erhöht den Druck auf alle zusätzlichen Ausgaben.

Jede einzelne Hürde ist für sich nachvollziehbar. Zusammen führen sie jedoch dazu, dass eine voll ausgelastete Kita mit nachgewiesenem Bedarf geschlossen werden könnte – obwohl Eltern, Eigentümer und Jugendamt eine Fortführung unterstützen.

Unsere Forderung

Wir fordern die Stadt Köln auf,

  1. die Beschlussvorlage zur Verlängerung des Mietverhältnisses zeitnah fertigzustellen,
  2. den tatsächlichen Bedarf stärker zu berücksichtigen als rein statistische Kennzahlen,
  3. für die innerstädtische Lage angemessene Mietmaßstäbe anzuwenden,
  4. und eine politische Entscheidung für den Erhalt der Einrichtung zu treffen.
Zahlen und Fakten

Auf einen Blick

40+ Jahre Teil der Südstadt
50 Kinder in drei Gruppen
100 % ausgelastet – mit Warteliste
31.03.
2027
Vertragsende
Weih­nachten
2026
mögliche Räumung
Aktuelles

Stand der Dinge

1.000 Unterschriften in den ersten 48 Stunden

Innerhalb von 48 Stunden nach Start haben über 1.000 Menschen die Petition zum Erhalt der Kita Karl-Korn-Straße unterzeichnet. Ein klares Signal: Die Sache bewegt nicht nur die Eltern der Einrichtung, sondern die ganze Südstadt – und darüber hinaus.

Weg frei für die Beschlussvorlage

Der private Eigentümer hat sich erneut mit einem Angebot auf die Stadt zubewegt. Eine Beschlussvorlage zur weiteren Anmietung wird aktuell erstellt – sie droht jedoch an verwaltungsinternen Vorgaben zu scheitern. Genau jetzt kommt es auf öffentlichen Rückhalt an.

Presse

Für Redaktionen

⬇ Pressemitteilung als PDF

Pressemitteilung · Köln, 9. Juni 2026

Stadt Köln droht traditionsreiche Kita in der Südstadt zu verlieren – trotz greifbarer Lösung

Die städtische Kindertagesstätte Karl-Korn-Straße in der Kölner Südstadt steht nach über 40 Jahren mitten im Kita-Jahr vor dem Aus. Der aktuelle Vertrag läuft zum 31. März 2027 aus. Eine Lösung wäre möglich: Der private Eigentümer ist gesprächsbereit und hat sich zuletzt im Juni 2026 erneut mit einem Angebot auf die Stadt zubewegt. Eine Beschlussvorlage zur weiteren Anmietung wird daher aktuell erstellt – sie droht jedoch an verwaltungsinternen Vorgaben der Stadt selbst zu scheitern. Rund 50 Kinder wären betroffen.

„Für die betroffenen Familien ist kaum nachvollziehbar, dass eine vollständig ausgelastete Kita schließen soll, obwohl eine Lösung auf dem Tisch liegt. Wir appellieren an Verwaltung und Politik, die Einrichtung dauerhaft zu sichern, um dem tatsächlichen Bedarf der Familien in der Südstadt gerecht zu werden und zu verhindern, dass die Kinder der aktuellen Jahrgänge mitten im Kita-Jahr die Einrichtung wechseln müssen.“

— Stephan Schmitz, Vorsitzender des Elternbeirats

Die Lage

Die Kita betreut in städtischer Trägerschaft rund 50 Kinder in drei Gruppen, darunter eine Kleinkindgruppe. Die Einrichtung ist durchgehend voll ausgelastet. Jedes Jahr stehen mehr Familien auf der Warteliste als aufgenommen werden können – insbesondere im U3-Bereich, wo der Bedarf in der Innenstadt strukturell hoch ist.

Sollte nicht kurzfristig eine Einigung über eine Verlängerung erreicht werden, müsste die Einrichtung bereits zu Weihnachten 2026 räumen, da die Stadt Rückbauverpflichtungen erfüllen muss und der aktuelle Vertrag zum 31. März 2027 endet. Die rund 50 Kinder würden dann mitten im laufenden Kita-Jahr auf umliegende Einrichtungen verteilt – teils auf Behelfsplätze.

Für viele Familien ist die Einrichtung wohnortnah erreichbar und seit Jahren fester Bestandteil der Kinderbetreuung im Veedel. Eine Schließung würde zahlreiche Eltern vor kurzfristige organisatorische Herausforderungen stellen und gewachsene soziale Strukturen der Kinder aufbrechen. Für die Vorschulkinder wäre ein kurzfristiger Wechsel wenige Monate vor der Einschulung eine enorme Belastung. Aber auch für die übrigen Kinder und Familien wäre eine Schließung mitten im Kita-Jahr ein erheblicher Einschnitt, teilweise verbunden mit doppelten Eingewöhnungsphasen innerhalb kurzer Zeit.

Die paradoxe Situation

Die operative Seite der Stadt – das Jugendamt – will die Einrichtung halten. Auslastung, Nachfrage und Personal sprechen klar dafür. Dennoch droht der Erhalt der Einrichtung an verwaltungsinternen Hürden zu scheitern: Nach Angaben der Verwaltung weist die Bedarfsplanung für den Bezirk Altstadt/Süd rechnerisch eine Überversorgung aus – obwohl die Einrichtung jedes Jahr Familien abweisen muss.

Hinzu kommen Mietpreis-Vorgaben für Bestandsanmietungen, die der innerstädtischen Lage in der Kölner Südstadt nicht gerecht werden. Das Angebot des Eigentümers orientiert sich am ursprünglichen Mietpreis von 1985, fortgeschrieben mit dem Verbraucherpreisindex. Damit liegt es innerhalb des Rahmens für Kita-Neubauten – ein für diese innerstädtische Lage sachgerechter Maßstab.

Strukturelles Problem

Die Vertragsverhandlungen zwischen Stadt und Eigentümer haben über fünf Jahre kein Ergebnis gebracht – nicht aufgrund mangelnden Engagements einzelner Beteiligter, sondern aufgrund einer strukturellen Schwäche: Verschiedene Dezernate befassen sich isoliert mit ihren Teilaufgaben, ohne dass eine integrierte Bewertung der Gesamtsituation stattfindet. So treffen statistische Versorgungsquoten auf reale Wartelisten und unterschiedliche verwaltungsinterne Bewertungsmaßstäbe auf betriebliche Erfordernisse.

Erst die Initiative des Elternbeirats im Frühjahr 2026 brachte die beteiligten Parteien wieder zusammen und ermöglichte die jetzige Verhandlungsbasis. Dennoch droht auch diese erreichte Bewegung erneut an denselben verwaltungsinternen Strukturen zu scheitern, die schon die fünfjährige Vorgeschichte geprägt haben.

Die Forderung

Der Elternbeirat fordert die Stadt Köln auf, die Beschlussvorlage zur Verlängerung des Mietverhältnisses zeitnah zu erstellen und durch die Gremien zu führen – mit drei zentralen Maßgaben:

  • den betrieblichen Bedarf höher zu gewichten als statistische Versorgungsquoten;
  • anzuerkennen, dass für diese innerstädtische Lage die Mietpreis-Vorgaben für Kita-Neubauten sachgerecht sind;
  • und eine politische Entscheidung zu treffen, die die Familien in der Südstadt nicht im Stich lässt.
Pressekontakt: Stephan Schmitz (Vorsitzender des Elternbeirats Kita Karl-Korn-Straße) · eyecatchup@gmail.com · 0170 6517003
Pressemitteilung als PDF
Mitmachen

So hilfst du

Es braucht keinen großen Einsatz, um zu helfen. Schon zwei Minuten machen einen Unterschied.

Unterschreiben

Die Petition ist der schnellste Weg zu helfen – online, kostenlos, in zwei Minuten.

Weitersagen

Teile die Seite in deinen Gruppen – je mehr Menschen Bescheid wissen, desto größer der Rückhalt.

E-Mail

Sichtbar machen

Häng unseren Flyer oder eines unserer Plakate in das Fenster deines Büros oder Lieblingscafés.

Vor Ort dabei sein

Wir machen im Veedel auf die Lage aufmerksam. Termine für Aktionen kündigen wir unter „Aktuelles“ an – komm vorbei und bring Freund:innen mit!

Unsere Kita bedeutet …

Ein sicherer Ort

für unsere Kinder – vertraut, wohnortnah und mitten im Leben der Familien.

Gemeinschaft

Vertrauen und Zusammenhalt – gewachsene soziale Strukturen, die Kinder stark machen.

Bildung & Chancengleichheit

wichtige frühkindliche Förderung – gerade im U3-Bereich ist der Bedarf in der Innenstadt hoch.

Teil des Stadtteils

seit über 40 Jahren ein verlässliches Stück Kinderbetreuung in der Südstadt.

Jetzt unterstützen

Petition unterschreiben

Mit deiner Unterschrift zeigst du Verwaltung und Politik: Die Südstadt steht hinter ihrer Kita.

Jede Stimme zählt.

Unterschreiben dauert keine zwei Minuten und ist für alle möglich – nicht nur für Eltern der Kita.

Das Formular lädt nicht? Direkt auf openpetition.de unterschreiben →

Rettet die Kita Karl-Korn-Straße.Die Südstadt steht hinter ihrer Kita.
Petition unterschreiben →